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Es tut uns leid, Margarete.


Ein performativer Fernsehabend für und mit dorisdean in Bochum

www.dorisdean.de


dorisdean, das mixed-abled Performance-Kollektiv aus NRW, hat einen performativen Fernsehabend entwickelt, in dem auch der Direktor des NRW KULTURsekretariats, Christian Esch, eine Rolle spielen wird. Zu sehen ist »Es tut uns leid, Margarete.« vom 19. bis 21.01.2018 in der Zeche 1 – Zentrum für urbane Kunst in Bochum.
 
Für den deutschen Showmaster der ersten Stunde, Joachim »Blacky« Fuchsberger, waren seine Spielshows der 1950er und 1960er Jahre die »Therapie für eine psychisch gestörte Nation«. Gameshows und fulminante Unterhaltungseinlagen fungierten als Beschäftigungstherapie für das psychisch kranke Nachkriegsdeutschland.
 
Ein Jahr lang hat sich das Bochumer Kollektiv dorisdean mit Spielshows aus sechzig Jahren Fernsehgeschichte beschäftigt. Mit »Es tut uns leid, Margarete.« ist ein performativer Fernsehabend mit sieben Showeinlagen, sieben Menschen, sieben Computern entstanden. Mit sieben Mal gewinnen oder verlieren. Ohne Angst vor den Grenzen der eigenen Toleranz, dem eigenen Rassismus, der Banalität des Bösen. Und mit dem Glauben an eine bessere Welt: eine Utopie der unantastbaren Würde jedes Menschen.


Mit: Philipp Hohmann, Kübra Sekin, Anna Júlia Amaral, Miriam Michel, Christopher Bruckman, Patrizia Kubanek, Charis Nass, Viviane Hoof, Dr. Christian Esch, Antje Haury und im Herzen Wera Mahne
Lichtdesign: Birk-André Hildebrandt
 
Termine
19.01.2018, 19:30 Uhr
20.01.2018, 19:30 Uhr
21.01.2018, 18:00 Uhr
Zeche 1 – Zentrum für urbane Kunst, Prinz-Regent-Straße 50-60, 44759 Bochum
 
tickets​[​at​]​dorisdean.de


dorisdean ist eine freie Performance-Kompanie aus NRW, die aus Performer*innen mit unterschiedlichen Körperlichkeiten besteht. Seit 2011 erarbeitet dorisdean Performances zu Fragen des menschlichen Zusammenlebens, der Kommunikation und des Unbehagens. Dabei gilt die Aufmerksamkeit stets dem Defekt, dem Unperfektem im/am Menschen, dem Stigma. Untersucht werden Ängste, Spannungen, Fragen nach Normalitäten und Grundsätze gesellschaftlicher Zusammenhänge.
Die Gruppe erschafft Wahrnehmungsverschiebungen bei den Zuschauer*innen und stellt sich selbst dabei zur Diskussion. Mittels interdisziplinärer Verfahrenen aus Musik, Tanz und Performance lotet dorisdean Verunsicherung und Achtsamkeit aus.

 
In den vergangenen Jahren führten Kooperationen und Produktionen dorisdean an das Schauspielhaus Köln (Die Stadt von morgen), zum Performing Arts Festival Berlin (Südseebühne Offen), an das Theater Paderborn (I like to Play), zum Schauspielhaus Bochum (Truck Tracks Ruhr) und dem Favoriten Festival Dortmund. Arbeitsmittelpunkt von dorisdean ist Bochum. Im November 2017 waren dorisdean beim No Limits Festival in Berlin mit der Performance Hypergamie zu Gast.


www.dorisdean.de