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Fluchtlinien


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»Fluchtlinien« ist ein gedachter Staat. Eine friedliche Idee von Exil – derjenigen, die gehen mussten, um den Gedanken an eine neue Heimat zu fassen.
 
Um Künstler*innen mit Exil-Erfahrung eine musikalische Stimme zu geben, hat der Pianist Utku Yurttas eine temporäre Band zusammengestellt, mit Wurzeln in Palästina, Syrien, Armenien, der Türkei und Kurdistan. Das Dialogprojekt »Fluchtlinien« versucht in diesem Kontext, Orient Fusion und Jazz um eine neue Klangfarbe zu bereichern.
 
Flüchtigkeit in der Musik spielt eine wichtige Rolle: flüchtige Melodien, die kommen und verschwinden; Motive, die sich hinterherjagen; Noten mit Herzrasen und Rhythmen der Ankunft werden untersucht. Situationen, die plötzlich auftreten und Geschichten, die sich durch verschiedene Spannungen in den Intervallen verlautbaren. Die Spannungen werden von der Stille aufgefangen, ein Ruhepunkt wird erreicht, dann fließen musikalische Linien wieder in das Unbekannte, lösen sich auf und treffen sich erneut.


Dabei fließen auch persönliche Erfahrungen ein: So schnallte sich der Oud-Spieler Wassim Mukdad auf der Flucht aus seinem Heimatland Syrien nach Deutschland sein Instrument auf den Rücken.

 
Ammar Alia, geboren 1987 in Salamia, studierte Philosophie an der Universität Damaskus. Er erlernte autodidaktisch das Spiel auf Nay. Heute ist er festes Mitglied des Transorient Orchestra.
 
Der Istanbuler Schlagzeuger Erdem Göymen und der in Istanbul geborene, heute in Essen und Berlin lebende Pianist Utku Yurttas begleiten und unterstützen diese Geschichten, zusammen mit dem Bassisten und Flötenspieler Jens Pollheide. 


Gemeinsam nähern sie sich den musikalischen Fluchtbewegungen, auf der Suche nach neuen Perspektiven. 


Termine:
24.05.2018, 20:00 Uhr
Cafe Ada, Wuppertal
 
25.05.2018, 20:00 Uhr
Katakombentheater, Essen


26.05.2018, 20:00 Uhr

domicil, Dortmund


27.05.2018, 20:00 Uhr
Kulturkeller Neuss


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